Aus unserem Klosterleben – Die Theatergruppe

„Neue Kultur in altem Gemäuer – Rettung und Wiederbelebung des Merseburgers Petersklosters“
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Aus unserem Klosterleben – Die Theatergruppe

2016 fanden wir uns als Laientheatergruppe des Förderkreises Klosterbauhütte Merseburg e.V. zusammen, um eine Lücke in der Kulturlandschaft Merseburgs zu füllen – ein eigenes Theater der Stadt. Unter der Regie von Robert Mühlbach, der früher im Arbeitertheater von Konrad Haase in Leuna mitgewirkt hat, und Thomas Engelhard nahm die Idee, historische Stücke in alten Gemäuern zu spielen, mehr und mehr Gestalt an.

Als „Merseburger Petrimimen“ hatten wir unsere Premiere im Oktober 2016 mit zwei Theaterstücken nach Hans Sachs unter dem Titel „Ehestreit in Ewigkeit“. Der große Andrang an Besuchern bestärkte uns und so wählten wir für die nächste Saison erneut 3 Stücke von Hans Sachs aus, die wir dann als „Lug und Trug in Ewigkeit“ zur Aufführung brachten. 2018 dann schrieb unser Freund und Autor Nils Wiesner ein eigenes Theaterstück für uns, basierend auf Tatsachen der Merseburger Stadtgeschichte. Der „Merseburger Hopfen-Hiob“ zog erneut begeisterte Besucher zu uns ins Kloster.

Durch viel Fleiß und Engagement haben viele unserer Vereinsmitglieder, aber auch interessierte Bürger an dem Entstehen mitgewirkt.

Unsere Theatergruppe steht allen offen und wir freuen uns über weitere Mitglieder, die sich in allen Bereichen eines Theaters einbringen möchten.

Die Merseburger Petrimimen sind aber nicht nur auf der Klosterbühne zu erleben. Neben der Inszenierung von Theaterstücken engagieren wir uns auch aktiv am kulturellen Leben von Merseburg und Umgebung. So wurde unter der Leitung von Thomas Engelhard eine belebte Stadtführung ins Leben gerufen, die die Merseburger Stadtgeschichte mit kleinen Szenen lebendig hält. Es ist uns ein Bedürfnis, die lange Tradition, die Merseburg mit dem Theater verbindet, weiter zu führen.

Wussten Sie denn, dass das russische Theater ohne einen Merseburger erst viel später gegründet worden wäre? Ende des 17. Jahrhunderts hat sich ein in Merseburg geborener Geistlicher mit dem Namen Johann Gottfried Gregorius einer kleinen Gemeinde in Moskau verschrieben. Die Leidenschaft für das geschriebene Wort brachte ihm beim russischen Zaren soviel Ruhm ein, dass er zur Geburt vom späteren Zaren Peter dem Großen beauftragt wurde, eine Komödie zu schreiben und zu inszenieren. Diese Aufgabe hat der Merseburger so gut erfüllt, dass er später zum ersten Direktor des Theaters und der Schauspielschule in Moskau wurde und noch viele Stücke für die Zarenfamilie schrieb und inszenierte.

Doch glauben Sie nicht, dass es bei unseren Proben und Arbeiten immer nur ernst und kontrolliert zugeht. Denn da wir ein Laientheater sind und alles bei uns auf Ehrenamt beruht, kommt es auch schon gerne mal zu der ein oder anderen ungeplanten Situation. Diese lösen wir mit Witz, Charme und einer gehörigen Portion Spontaneität. Dabei sind wir immer auch auf der Suche nach neuen Mitstreitern, die gemeinsam mit uns die Bühne erobern möchten. Vorerfahrungen braucht es dafür überhaupt nicht und einfach mal vorbei kommen ist auch völlig in Ordnung. Auch unsere Kostüm- und Bühnenbildner würden sich über Unterstützung freuen. Also meldet euch einfach 🙂

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