Nachruf

Tief betroffen mussten wir die traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen, dass am 01.12.2021 unser Vereinsmitglied Martin Besser nach kurzer Krankheit verstorben ist.

Unser tiefes Mitgefühl in diesen schweren Stunden möchten wir seinen Angehörigen und seiner Familie aussprechen.

Martin Besser, welcher von uns allen liebevoll Max genannt wurde, war ein langjährig engagiertes Vereinsmitglied, das mit Rat und Tat als Motor beim Wiederaufbau der historischen Anlagen und des Gebäudes des Petriklosters wirkte. Sein Wissen und sein Können waren außergewöhnlich. Max wusste immer Rat! Und wenn nicht, kannte er jemanden, der weiterhelfen konnte.

Viele Zeugnisse seiner Handwerkskunst sind im Klostergebäude und ganz besonders im Grabungsfeld zu sehen. Es gibt kaum ein Projekt, an dem er nicht beteiligt war. Die Rekonstruktion der südlichen Treppe zum Grabungsfeld wurde von ihm nach historischem Vorbild wieder neu erschaffen und das vermutliche Bischofsgrab hat er in einen vorzeigbaren Zustand gebracht.

Sein nächstes Objekt, was er unbedingt beginnen wollte, wäre die Rekonstruktion der Originalfundamente der nördlichen Apsis der ehemaligen Peterskirche im Grabungsfeld gewesen. Leider ist es ihm nicht mehr möglich, diesen Traum zu verwirklichen.

In den letzten Monaten faszinierten ihn die Straßenbauarbeiten vor unserem Kloster. Ganz besonders wird uns und vielen Merseburgern sein Engagement für den freigelegten und wieder zugeschütteten Klosterbrunnen während der Straßenbauarbeiten in Erinnerung bleiben.

Gemeinsam mit anderen Mitgliedern engagierte er sich an der Erforschung der Klostergeschichte. Immer wieder brachte er Daten und Informationen aus seinem schier unermesslichen Schätzen an Literatur, welche er im Laufe der Jahre zusammengetragen hatte.

In der Arbeitsgruppe Grabungsfeld und Recherche konnten wir Max in den letzten zwei Jahren bei vielen Aktivitäten und Diskussionen persönlich besser kennen lernen. Es entwickelten sich innerhalb der Gruppe mit Max echte Freundschaften.

Viele Vereinsmitglieder können das Ableben unseres Freundes nicht fassen. So ist er in unserer Erinnerung. Ein paar Auszüge aus dem Chat verdeutlichen, wie Max geachtet und geschätzt wurde.

 „Maxe, Du fehlst uns mit Deiner Hilfsbereitschaft, Deiner Tatkraft, Deinem Wissen, Deinem Humor und überhaupt!“

„Max hat für das Grabungsfeld gelebt.“

„Das tut mir sehr leid, dieser Verlust eines so feinen Menschen macht mich sehr traurig“.

„Es ist unfassbar, ein wunderbares Unikat ist viel zu früh von uns gegangen. Ich kann es einfach nicht glauben.“

„Er war ein fleißiger, liebenswerter, sensibler Kerl unser Klosterbaumeister Max. Es macht mich traurig nicht mehr mit ihm quatschen und Whatsappen zu können.“/

„Es war immer schön, wenn Max und ich gemeinsame Baustellen hatten. Die spaßigen, gegenseitigen Frotzeleien, seine Art und die Gespräche über fachliches oder einfach über Gott und die Welt bei ihm hinterm Haus in seinem Garten werden mir sehr fehlen. Ich werde den alten Grummelbären sehr vermissen.“

Wir werden Max sehr vermissen und jederzeit die gemeinsame Zeit in Erinnerung behalten. Lasst uns das Werk fortsetzen. So können wir Max ehren.

 

Die Mitglieder des Förderkreises Klosterbauhütte Merseburg e.V.

aktuelle Beiträge

über das Kloster

Die Peterskirche in der Merseburger Altenburg wird zum ersten MaI in einer Urkunde aus dem Jahre 1012 erwähnt. Sie war dem Chronisten Brotuff zufolge mit einem Chorherrenstift verbunden, das Kaiser Otto I. bei der Gründung des Bistums von der Johanneskirche als dem neuen Dom hierher umgesiedelt haben soll.

Die Fundamente dieser Kirche sind in den 20er Jahren teilweise ergraben worden: eine dreischiffige Basilika mit östlichem Querhaus und einer Klausuranlage auf ihrer Südseite. Die Bauzeit ist unbekannt. Nach dem Grabungsplan hatte sie vermutlich einen wesentlich kleineren – einschiffigen Vorgängerbau.

„Neue Kultur in altem Gemäuer – Rettung und Wiederbelebung des Merseburgers Petersklosters“

Unser gemeinnütziger Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, das Peterskloster in Merseburg nicht nur wieder zu beleben, sondern es vielmehr dauerhaft als Ort kulturellen und künstlerischen Treibens zu erhalten, seinen baulichen Zustand Schritt für Schritt zu verbessern und auch unserer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Das alles machen wir ausschließlich ehrenamtlich. Aber warum eigentlich?

Unser Kloster gilt mit seiner über 1200-jährigen Geschichte als die Keimzelle der Stadt Merseburg und besitzt große Bedeutung für die Geschichte der Stadt und ihres Umlandes. Nach jahrzehntelangem Leerstand, Vandalismus und gescheiterten Nutzungsversuchen befand sich das wertvolle Bauwerk in katastrophalem Zustand und das wollen wir ändern!

Wir stellen uns vor: Arbeitsgruppen im Petrikloster.

Wichtige Information!

Veranstaltungsvideos

Aufnahme und Bearbeitung: Gerhard Kämpfer

Dank an unsere Unterstützer

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